Wenn der Bärlauch blüht, ist’s mit der Ernte vorbei

Natürlich ist solch ein Gram verfrüht, zumindest für die Imkerei! Nun, nach dem Genuss von zuviel Honigmet, könnte man so reimen, denn wir freuen uns auf die anstehende Bärlauchblüte und hoffen auf einen guten Ertrag. Für Köche oder Fleischer hingegen, ist die Bärlauchernte mit der Blüte nun aber tatsächlich vorüber.

Bärlauch, ist seit einigen Jahren sehr in Mode gekommen, denn der leichte, nicht so starke Lauchgeschmack der jungen Triebe, ist ideal zum Würzen von Speisen. Aber nicht nur in der Küche ist das heimische Wildkraut angesagt auch zur Abwehr von Hexen, Schlangen oder Vampiren, soll es, glaubt man alten Mythen, gut geeignet sein.

Den typischen Geschmack und Geruch, den man auch beim Bärlauchhonig dezent wiederfindet, verleihen ihm Inhaltsstoffe, wie schwefelhaltige ätherische Öle (Sulfide). Allicin hemmt das Bakterienwachstum und verstärkt so auch die antibakterielle Wirkung des Honigs.

Wir haben nun einen Wanderplatz gefunden, wo neben Bärlauch auch Hahnenfuß und Weißwurz üppig blühen, womit ein fabelhaft weicher Blütenhonig entsteht, den wir Auenwaldhonig nennen.