Wir sind stolze Eigentümer einer eingetragenen Marke

Wir finden den Namen unserer Imkerei toll, klar, wir haben uns ja auch lange Gedanken darüber gemacht und diese sogar im Artikel “Das eigene Etikett” im Deutschen Bienen-Journal kundgetan. Dort schrieben wir unter anderem: “Eine Wortmarke ist ein Schriftzug, zum Beispiel eine Abkürzung oder der ausgeschriebene Firmenname. Um einen regionalen Bezug herzustellen, kann dieser auch mit Ortsbeschreibungen kombiniert werden. Der Firmenname „Imkerei Oertel an der Dammheide“ transportiert so das Gewerk, das Merkmal „inhabergeführt“ und Regionalität.” Unser Name soll eben unsere Imkereiprodukte einzigartig und unterscheidbar in der Kundenkommunikation machen. Da wäre es wirklich blöd, wenn eine andere Bioimkerei mit dem gleichen Namen auftritt. Dennoch freuen wir uns seit jeher über jede Gelegenheit unsere Erfahrungen teilen zu können und über das rege Interesse an den entstandenen Artikeln. Anfang diesen Jahres bekamen wir aber andere Post. Eine Email aus einem Imker-Nachrichtenverteiler in dem wir Mitglied sind. Absender war die Imkerei an der Dammheide. Da guckten wir nicht schlecht, denn für gewöhnlich schicken wir uns selbst keine Mails. Es stellte sich dann schnell heraus, dass nicht wir diese Mail geschrieben haben, sondern ein dreister Imker der dem Ideenklau nicht abgeneigt ist. An dieser Stelle wurde es dann tatsächlich richtig blöd. Weil man solche Schlaumeier nicht nur unter Imkern findet, gibt es das DPMA, das Deutsche Patent- und Markenamt. Dort kann man Marken schützen lassen. Bis vor kurzem dachten wir, dass wir so etwas niemals brauchen würden, aber das war leider falsch gedacht. Die Regionalität unseres Honigs drücken wir durch eine Ortsangabe, “an der Dammheide” aus. Wie und ob Ortsbezeichnungen geschützt werden können, erklärt ein Merkblatt des Amtes über den Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel. Demnach muss das Produkt mit einer solchen Bezeichnung seine Güte oder Eigenschaften ausschließlich oder überwiegend den geografischen Verhältnissen einschließlich der natürlichen und menschlichen Einflüsse verdanken und in dem bestimmten geografischen Gebiet erzeugt, verarbeitet und zubereitet werden. Insoweit müssen also alle Produktionsschritte in dem fraglichen Gebiet stattfinden. Das ist bei uns natürlich der Fall, weswegen wir dann auch einen Markenschutz in Angriff genommen haben. Mittlerweile sind wir nun stolze Eigentümer einer eingetragenen Marke. Sehr traurig ist dabei nur, dass so etwas überhaupt nötig ist!