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	<title>Bienensterben &#8211; Imkerei Oertel an der Dammheide</title>
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		<title>Auf dem grünen Sofa gesessen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[michaeloertel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2017 19:45:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bienengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bienen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Thema „Bienen schützen – Was können wir in unseren Gärten tun?“ stand heute auf der Tagesordnung einer Gesprächsreihe der lokalen Bündnis-Grünen, die sich „Auf dem grünen Sofa mit&#8230;&#8220; nennt. Auf der Einladung hieß es: &#8222;Wir freuen uns auf Michael Oertel, Bio-Imker aus Kaulsdorf, der uns eine Einführung in das Thema Bienenhaltung in der Stadt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[Das Thema „Bienen schützen – Was können wir in unseren Gärten tun?“ stand heute auf der Tagesordnung einer Gesprächsreihe der lokalen Bündnis-Grünen, die sich „Auf dem grünen Sofa mit&#8230;&#8220; nennt. Auf der Einladung hieß es: &#8222;Wir freuen uns auf Michael Oertel, Bio-Imker aus Kaulsdorf, der uns eine Einführung in das Thema Bienenhaltung in der Stadt und seine Arbeit mit den Bienen, Honig und der Imkerei geben wird. Er kann Tipps geben für ein naturnahes und bienenfreundliches Gärtnern und es gibt die Möglichkeit zur Honigverkostung&#8220;

Ins Thema eingestiegen wurde mit einem Kurzausschnitt aus dem Film &#8222;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=eiHDZiH1mKc">More than Honey</a>&#8222;, der über Monokulturen und den Einsatz von Pestiziden berichtet.

Uns war bei dem anschließenden Vortrag wichtig, nicht nur auf die Honigbienen einzugehen, sondern auch auf die Wildbienen. Schließlich ist das Sterben von Wildbienen und Hummeln das weitaus größere Problem, denn um sie kümmert sich kein Imker. Die industrielle Landwirtschaft ist auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen, so werden Nutzpflanzen in Monokulturen ausschließlich durch, von Imkerbetrieben bereitgestellte Bienen bestäubt. Auch Hummeln werden als Bestäuber von Tomatenpflanzen in Gewächshäusern eingesetzt, sie können sich dort besser orientieren. Das industrielle Umgehen mit den Honigbienen ist jedoch, trotz des emsigen Imkereinsatzes, eine der nachgewiesenen Ursachen für das Bienensterben weltweit.

,Dabei kann diesem Sterben in vielerlei Hinsicht aktiv begegnet werden. Insbesondere die Flächennutzung ist dabei von Bedeutung. Berlins sogenannte Stadtgüter sind ausgezeichnete Nutzflächen. Hier sollten mehr Blühflächen, vorallem eben im Stadtbereich geschaffen werden. In der Großstadt mit Brachflächen die nicht landwirtschaftlich genutzt werden, können Bienen tatsächlich mehr unbehandelte pflanzliche Vielfalt als Nahrungsquelle als auf dem Land finden. Für ein geschlossenes Trachtband sind Wildblumen für die Diversität der Nahrung sehr wichtig. Wildbienen sind zudem oft auf bestimmte einzelne Pflanzenarten spezialisiert. Gibt es diese nicht mehr sterben sie aus. Desweiteren stellten wir heraus, dass in Berlin immer noch mehr Bäume gefällt als gepflanzt werden, hier ist eben auch die Politik gefragt.

Insektenhotels für die Schaffung von Lebensräumen sind ein weiteres probates Mittel, um dem Insektensterben entgegenzuwirken. Dies ist selbst auf dem Balkon oder im eigenen Garten leicht umsetzbar. Zitiert werden wir mit: „lieber viele kleine als wenige große Lebensräume“.

Zum Schluss empfahlen wir auf die Naturbildung mehr Wert zu legen und Bienenlehrgärten, eben auch in Berliner Schulklassen zu etablieren sowie gesamtgesellschaftlich besser aufzuklären. Die Honigbiene muss als drittwichtigstes Wirtschaftstier besser erkennbar werden.

<figure id="attachment_807" aria-describedby="caption-attachment-807" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-807" src="https://imkerei-oertel.de/wp-content/uploads/2017/06/Bienen-Kaulsdorf-Ziller-300x200.jpg" alt="Honigverkostung in Kaulsdorf bei Ziller" width="300" height="200" data-wp-pid="807" srcset="https://imkerei-oertel.de/wp-content/uploads/2017/06/Bienen-Kaulsdorf-Ziller-300x200.jpg 300w, https://imkerei-oertel.de/wp-content/uploads/2017/06/Bienen-Kaulsdorf-Ziller-768x512.jpg 768w, https://imkerei-oertel.de/wp-content/uploads/2017/06/Bienen-Kaulsdorf-Ziller.jpg 799w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-807" class="wp-caption-text">Honigverkostung in Kaulsdorf bei Ziller</figcaption></figure>

Unser Beitrag zu den gesundheitlichen Aspekten regionaler Biohonige, wurde durch eine Honigverkostung am Ende begleitet. Das Pollen- und Enzymspektrum lokalen Honigs entspricht dem, in dem der jeweilige Mensch auch lebe und dem er somit auch ausgesetzt ist.

Wie gut eine solche lokal hergestellte Qualität schmeckt, konnte jeder der Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei dann auch ausprobieren.

Lesen Sie mehr im folgenden Bericht über die Veranstaltung:

&nbsp;

<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="hY8oF0pgYD"><a href="https://stefan-ziller.eu/2017/bienenschutz-und-imkerei-in-berliner-gaerten/">Bienenschutz und Imkerei in Berliner Gärten</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Bienenschutz und Imkerei in Berliner Gärten&#8220; &#8212; Stefan Ziller" src="https://stefan-ziller.eu/2017/bienenschutz-und-imkerei-in-berliner-gaerten/embed/#?secret=LJTv74g6Yj#?secret=hY8oF0pgYD" data-secret="hY8oF0pgYD" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>]]></content:encoded>
					
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		<title>Bienensterben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin4182]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 14:19:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bienengesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bienen]]></category>
		<category><![CDATA[Bienensterben]]></category>
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					<description><![CDATA[Obwohl unsere Bienen dieses Jahr vergleichsweise gut durch den Winter gekommen sind, und auch kooperierende Imkereien dbzgl. eher Gutes zu berichten haben, gibt es in der Presse auch dieses Jahr wieder eine große Anteilnahme am alljährlich in Deutschland stattfindenden Bienensterben. Nach dem die Krankheit der Amarikanischen Honigbienen, Colony Collapse Disorder (engl.; kurz CCD) bzw. Völkerkollaps, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Obwohl unsere Bienen dieses Jahr vergleichsweise gut durch den Winter gekommen sind, und auch kooperierende Imkereien dbzgl. eher Gutes zu berichten haben, gibt es in der Presse auch dieses Jahr wieder eine große Anteilnahme am alljährlich in Deutschland stattfindenden Bienensterben. Nach dem die Krankheit der Amarikanischen Honigbienen, Colony Collapse Disorder (engl.; kurz CCD) bzw. Völkerkollaps, auch in Deutschland die Runde machte, ist&#8217;s doch immer eine leichte Arbeit bei der Jagd nach Lesern. Die FAZ hat sich bei ihrem gerade erschienen Artikel &#8222;Volk der Bienen, quo vadis?&#8220; nun aber mehr Mühe gegeben und differenziert genauer.</p>
<b>CCD</b>: In unserer Imkerei hatten wir über den Winter all die Jahre keine beispiellosen Bienenvölkerverluste oder eine Unmenge an unbewohnten Bienenbehausungen, in denen fast alle Arbeitsbienen fehlen und in denen die paar verbliebenen Immen die Nahrungsaufnahme komplett verweigern, zu beklagen. Das liegt wohl daran, das Honigbienen in Deutschland vornehmlich von kleinen Imkereibetrieben gehalten werden. In Übersee ist das anders, dort sind Bienen vor allem &#8222;Pollinator&#8220; (Bestäuber) und werden als solche auch nur bezahlt &#8211; Honig interessiert dort nur am Rande. Deswegen werden die Tiere per Tieflader von der Mandelblüte in Kalifornien schnell ein mal zur Blüte der Blueberries nach Maine gekarrt. Das bedeutet Megastress, welcher vermutlich Hauptauslöser dieser Krankheit ist.

<b>Gift</b>: Nicht nur in unserem Imkerverein, geht’s zu diesem Thema schnell hoch her. Stein des Anstoßes ist meist die ein oder andere Erkenntnis der wissenschaftlichen Institute, dass untersuchte Pflanzenschutzmittel kaum ein negativer Einfluss auf die Bienengesundheit nachzuweisen ist. Beschäftigt man sich dann noch mit Versuchsaufbau, Methodik oder Analyseverfahren ärgert man sich wirklich. Auch wir haben schon tausende Bienen tot vor jedem Bienenstock gefunden, und verhungert sind die ganz sicher nicht. Hier hoffen wir weiterhin auf professionelles Arbeiten der Wissenschaftler, die für gesündere Bienen forschen. Unser Tipp an Selbige: Sich die Evaluation der Wirkung von Pflanzenschutzmittel auf Honigbienen vom Hersteller des Mittelchens, auch nur zum Teil, bezahlen zu lassen, ist keine gute Idee. Soweit wie einige Verbandsfunktionäre, die den Wissenschaftlern Bestechlichkeit und Manipulation der Ergebnisse vorwerfen, möchten wir aber nicht gehen.
<p class="bodytext"><b>Varroamilbe</b>: Bei Vorträgen auch des Bieneninstituts Hohen Neuendorf, haben wir gelernt, dass ~90 Prozent aller Völkerverluste aus Varroaschäden resultieren. Von den dann verbleibenden ~10 Prozent sterben über 60 Prozent durch Königinnenverlust. Das können wir für unsere Imkerei nur bestätigen. Für uns geht eindeutig von diesem kleinen Krabbeltier die größte Gefahr für unsere Bienen aus. Behandelt man die Bienen richtig, sterben nur ca. 10 Prozent aller Bienenvölker über den Winter, was eben im absolut normalen und natürlichen Bereich liegt.</p>
<p class="bodytext"><b>Unser Fazit</b>: Das immer wieder in den Medien geschilderte Bienensterben gibt es in Deutschland so nicht. Bienen sterben in Deutschland weil Landwirte aus Profitinteressen fragwürdige Tankmischungen auf blühenden Feldern ausbringen oder auf eine andere Art und Weise Pflanzenschutzmittel in der Natur verteilen die den Bienen schaden, und weil Imker ihre Honigbienen nicht richtig gegen die Varroamilbe behandeln.</p>]]></content:encoded>
					
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